Am 29. Oktober öffnet der Häggenschwiler Dorfladen seine Türen neu – mit viel Käse, noch mehr Ideen und einem klaren Konzept. Betreiber ist Werner Keller aus Hohentannen: gelernter Käser, Käsesommelier und bisher Geschäftsführer der Meister Glace AG.
Käse, Käse, Käse – und ein Humidor
Keller denkt gross. Künftig gibt es acht verschiedene Fonduemischungen, ebenso viele Raclette-Sorten und eine Käsetheke mit rund 20 bis 30 Spezialitäten aus Tessin, Wallis und der Romandie. Ein Highlight: Ein Käsereifeschrank (Humidor), sichtbar im Laden, in dem die Laibe vor den Augen der Kundschaft reifen. Auf die Frage nach seinem persönlichen Favoriten muss der Käser nicht lange überlegen: «Ein Rohmilchkäse – am liebsten L’Etivaz AOP, direkt über dem Feuer hergestellt.»
Brot frisch verpackt
Auch beim Brot gibt’s eine Neuerung: «Wie in der Bäckerei», erklärt Keller. Kundinnen und Kunden nennen ihr Wunschbrot, er nimmt es mit Handschuhen aus dem Regal und verpackt es in Papier. Kein Anfassen, kein Zurücklegen – Hygiene geht vor. Geliefert wird unter anderem von der Bäckerei Mock in Engelburg und von Werner Kast mit seinem Holzofenbrot. Sogar ein glutenfreies Brot ist im Sortiment.
Regional & speziell
Neben Käse und Brot setzt Keller auf kulinarische Spezialitäten: Gewürze, Essige, Honig, Schokolade, eine Engadiner Nusstorte und vieles mehr. Besonders stolz ist er auf den Biber mit Häggenschwiler Wappen: «Das ideale Mitbringsel für jeden Besuch», schmunzelt er.
Kafi als Treffpunkt
Auch das Kafi erhält ein Update: eine bessere Maschine, einladendere Atmosphäre – und damit das Potenzial zum Dorftreff.
Viel Herzblut – wenig Personal
Zum Start führt Keller den Laden alleine. Mittwochnachmittag und Samstagnachmittag bleibt der Laden geschlossen, an den übrigen Tagen ist er vormittags und ab 15.30 Uhr geöffnet.
Keller weiss: Sein Konzept ist mutig – und nicht alle werden begeistert sein. Aber er ist überzeugt: «Nur etwas schöner machen, reicht heute nicht mehr. Der Dorfladen braucht ein ganz neues Gesicht.»